Unser Auftritt vom 27. September 2027

 

Gelungenes Jahreskonzert!

Das Jahreskonzert von Theodor Storms Chor am letzten Septembersonntag darf man mit Fug und Recht als sehr gelungen bezeichnen. Rund hundert Zuhörer hatten sich in der Kirche eingefunden, um den Chor unter der Begleitung der Hamburger Camerata zu hören. Zu Beginn wies der Vorsitzende des Vereines, Christoph Bornemann, daraufhin, dass die etwas „morbide“ Ausrichtung der gewählten Stücke durchaus bedeutungslos und der Besetzung geschuldet sei, die ausschließlich aus Blasinstrumenten sowie Pauken und Orgel bestehe und in dieser Form nur selten gehört werden könne; der Chor dagegen sei durchweg „ein fröhliches Völkchen“…

Das Konzert begann dann auch gleich wuchtig: Johannes Brahms „Begräbnisgesang“ sorgte mit vollem Bläserklang einer glänzend aufgelegten Camerata für ein beeindruckendes musikalisches Erlebnis, dass niemanden kalt ließ. Denn eingangs wie ein uralter Choral komponiert hat Brahms dann in den folgenden Takten für musikalische Überraschungen gesorgt, die alte christliche Hoffnung spürbar macht – von Chor und Camerata wirklich gut ausgeführt, und zwar mit Gänsehautcharakter!

Henry Purcells „Funeral music of Queen Mary“ folgte im Programm. Hier konnte man im Vortrag einen kleinen Wackler vernehmen, worunter der ernste und feierliche Charakter des Stückes jedoch nicht sehr litt. Atmosphärisch fühlte man sich in die Zeit um 1700 versetzt: es ließ sich gut nachvollziehen, wie groß die Trauer der Menschen damals um ihre Königin gewesen sein muss, wie man auch aus dem liebevoll formulierten Begleittext erfahren konnte.

Dann folgte mit Franz Schuberts Werk „Deutsche Messe“ unbestritten der Höhepunkt des Konzertes. Es gelang Musikern und Chor unter der Leitung von KMD Kai Krakenberg wieder eine beeindruckend saubere und differenzierte musikalische Leistung, die diesem geistlichen Werk und seiner tiefen Religiosität sehr gerecht wurde. Wenngleich auch Heutige allermeist eine andere Frömmigkeit pflegen, wenn überhaupt, so wurde der „böhmisch-katholische“ Geist aus der damaligen Zeit sehr nachvollziehbar in Klang gegossen.

Nachdem die letzten Noten verklungen waren, trat eine lange Stille ein, die zeigte, wie ergriffen das Publikum auf die Aufführung reagierte. Lang anhaltender Beifall und eine Zugabe folgten dann, bevor Chor und Musiker die Kirche verlassen durften…

Im Oktober geht es weiter: es beginnen die Proben für die Weihnachtskonzerte von Theodor Storms Chor. Auch in diesem Jahr werden alte und neue Sätze eingeübt, die dann in der Adventszeit in Oldenswort und in Husum zu Gehör gebracht werden sollen. Neue Sängerinnen und Sänger aller Stimmlagen sind jederzeit sehr gerne willkommen!